Die richtige Akkupflege – Tipps und Tricks

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1. Ladezustand:
Um eine möglichst lange Lebensdauer des Akkus zu erreichen, sollte der Akku immer zwischen 30 und 70 Prozent aufgeladen sein. Wer seinen Akku permanent lädt oder den Akku tiefentladen lässt, schränkt dessen Lebensdauer ein.

2. Nicht zu voll laden:
Generell ist es für Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus schädlich, wenn sie dauerhaft am Ladegerät hängen oder immer Ladezustände über 80 Prozent haben.

3. Die richtige Temperatur:
Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Wer seinen Akku lange hohen Temperaturen aussetzt, läuft Gefahr, dass der Akku nicht mehr so viel Ladung speichern kann. Darüber hinaus kann ein Lithium-Akku bei zu starker Wärmeeinwirkung chemische Reaktionen in Gang setzen, die ihn brennen oder explodieren lassen.


5 Irrtümer über Lithium-Akkus

1. Memory-Effekt:
“Der Memory-Effekt tritt bei Lithium-Akkus nur abgeschwächt auf.”
Das stimmt so nicht. Während NiMH- oder NiCD-Akkus immer entleert und wieder voll aufgeladen werden müssen, kann man einen Li-Akku problemlos teilladen. Wenn Sie Ihr Handy “mal kurz anstecken”, passiert also nichts schädliches.

2. Das erste Laden:
“Das erste Laden sollte 10 Stunden dauern.”
Das stimmt nicht. Zwar sollte ein Li-Akku vor dem ersten Gebrauch vollständig aufgeladen werden, jedoch sorgt die Ladeelektronik dafür, dass der Akku nicht überladen wird, bzw. dass die Ladung aufhört, wenn der Akku geladen ist. Die restlichen 8 Stunden wären also reine Zeitverschwendung.

3. Regelmäßig komplett entleeren:
“Der Akku sollte regelmäßig komplett entladen werden.”
Das stimmt nicht. Es bringt keinen Vorteil, wenn man den Akku komplett leer macht und dann wieder auflädt. Im Gegenteil, es ist der Lebensdauer abträglich, wenn man den Akku ganz entlädt.

4. Am USB-Port laden:
“Es ist schädlich, wenn man den Akku am USB-Anschluss des Rechners lädt.”
Stimmt nicht, es schadet weder dem Akku, noch dem USB-Anschluss, wenn dort der Akku aufgeladen wird. Ein Standard-USB-Anschluss stellt 500 mA zur Verfügung, das reicht für den Ladevorgang vollkommen aus. Es geht nur nicht so schnell, als wenn man den Akku an einem Steckernetzteil mit 2000 mA lädt. Die integrierte Ladeelektronik sorgt dafür, dass weder zu viel noch zu wenig Ladestrom fließt.

5. Lagerung bei längerem Nichtgebrauch:
“Wenn man ein Gerät für längere Zeit in die Schublade legt, sollte es vorher komplett aufgeladen werden.”
Das ist falsch, denn ein voller Ladestand kann dem Akku auf Dauer schaden. Wenn der Akku zwischen 50 und 75 Prozent hat, ist das für die Lagerung ideal.

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